Farbinspiration: Seladongrün.

Erfahre mehr über die Geschichte und Bedeutung dieses hellen Grüntons, dessen schimmernder Glanz an Erneuerung und Frieden erinnert: Seladongrün.

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Welche Bedeutung steckt hinter der Farbe Seladongrün?

Die Farbe Seladongrün bezieht ihren Namen von der gleichnamigen Keramik. Das traditionelle jadegrüne Steingut erhält seinen charakteristischen Farbton während des Brennvorgangs. Eine transparente Glasur verleiht Seladon-Keramik den einzigartigen hellen Farbton, der sich heute umfassender Beliebtheit in Mode, Inneneinrichtung und Design erfreut.

Die spezielle Glasur enthält eine geringe Menge Eisenoxid, das für die Entstehung der Farbe verantwortlich ist. Bei diesem traditionellen Töpferstil hat die Farbe ebenso große Bedeutung wie die Keramik selbst.

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Die Geschichte der Farbe Seladongrün.

Die Geschichte der Seladon-Keramik.

Das traditionelle Steingut mit der Bezeichnung Seladon wurde erstmals im 2. Jahrhundert in China hergestellt. Nach dem erfolgreichen Brennen von Seladon-Keramik in den Brennöfen von Longquan verbreitete sich der Stil auch in anderen Teilen Ostasiens, darunter in Japan, Korea und Thailand.

Die Wissenschaft hinter der Farbe.

Die Herstellung von Seladon-Keramik erfolgt nach althergebrachten Verfahren, um die begehrte Farbe zu erhalten. Zunächst wird eine Schicht flüssiger Ton auf die Keramik aufgetragen. Der flüssige Ton („Schlicker“ genannt) hat von Natur aus einen hohen Eisengehalt. Dieser reagiert mit der Glasur (ebenfalls „Seladon“ genannt) und formt eine dicke, zähflüssige und rissige Beschichtung in jadeähnlichem Grün.

Literarische Inspiration für den Namen.

Europäische Töpfereien wurden im 14. Jahrhundert auf die grüne Keramik aufmerksam und begannen mit der Herstellung eigener Töpferwaren in der jadeähnlichen Farbe. Der Name wurde jedoch erst Mitte des 18. Jahrhunderts geprägt: Inspiration für die Farbe lieferte eine Figur namens Céladon in einem Buch von Honoré d'Urfé. Das grüne Gewand des Schäfers entsprach den Vorstellungen nach dem hellen Grün der Keramik und lieferte so den Namen für die Farbe, bevor der Ausdruck auch für die Keramik selbst gebräuchlich wurde.

Die Farbe Seladongrün in verschiedenen Kulturen.

Seladongrünes Steingut in China.

Die älteste Seladon-Keramik wurde im 3. Jahrhundert in China gebrannt. Bis bemalte Keramik an Bedeutung gewann, galt das grüne Steingut als wichtiges Kulturgut. Seladon-Keramik wurde wegen seiner Ähnlichkeit mit der Farbe von Jade geschätzt, das im alten China als kostbarstes Material galt.

Seladon-Keramik gelangte bis nach Korea und Japan.

Die grüne Keramik verbreitete sich weiter gen Osten: Nach Korea gelangte sie auch nach Japan, wo sie erstmals in der Song-Dynastie (960 – 1270) hergestellt wurde. In Japan entstand die bis heute vielfältigste Sammlung traditioneller Keramikkunst. Seladon-Keramik galt dabei als besonders anspruchsvoll (und war deshalb berühmt), weil bei ihrer Herstellung zahlreiche Unvollkommenheiten auftraten. Die Keramik und ihre Farbe wurden fortan mit Opulenz in Verbindung gebracht.

Seladongrün in der abendländischen Kunst.

Die Farbe Seladongrün wirkt sanft und beruhigend, doch ihre jadeartige Vitalität kann einem Kunstwerk oder Design auch Leben einhauchen. In der westlichen Kunst wurde der Grünton vor allem während der Epoche des Impressionismus (1860 – 1886) populär und ist in Werken wie „Weizenfeld mit Zypressen“ von Vincent van Gogh zu sehen.

Einsatzmöglichkeiten der Farbe Seladongrün.

Die Farbe Seladongrün ist ein zartes Pastellgrün, das Frische mit Ruhe und Frieden verbindet.

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